Vita

CONSTANTIN LEONHARD

Constantin Leonhard (Schädle) geboren 1989 in Köln, absolvierte den Master Szenische Forschung  und studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln, wo er als Tutor von Mischa Kuball das Seminar urban stage mitgestaltete. Er konzipiert Performances für urbane und theatrale Räume. Claudia Bosse engagierte ihn als Regieassistenten für das theatercombinat und im Rahmen des Impulse Festivals arbeitete er mit Nature Theater of Oklahoma am Projekt Germany Year 2071. Seine Soloarbeiten waren unter anderem an der studiobühne köln, dem tanzhaus nrw, dem Ludwigforum Aachen, den Kunstsammlungen Chemnitz, am Freien Werkstatt Theater, dem Labor am Ebertplatz, der Galerie Koppelmann, den Rottstraßen 5 Kunsthallen und an diversen öffentlichen Plätzen zu sehen. Seit 2015 ist er aktives Mitglied des Performance Labors PAErsche und war in den Jahren 2019 und 2020 für den NRW Bank Kunstpreis in der Kategorie Performance nominiert.

 

Aus seiner ursprünglichen Arbeit am Theater entwickelt Constantin Leonhard Fragestellungen zum Verhältnis von Publikum, Zuschauer und Raum. Ausgelöst durch Diskurse über gesellschaftliche Hierarchien, die sich im Theater wiederspiegeln, fokussiert er Performance und Videokunst als Ausdrucksmittel. In wie weit künstlerische Praxis ein politischer Prozess ist, was sie bewirkt und wogegen und wofür sie wirkt, bewegt ihn in seinen aktuellen Arbeiten, die einen breiten Assoziationsraum öffnen sollen, um den Betrachter mit seinen eigenen Ansichten zu konfrontieren. Als Teil des Kollektiv ZOO verwirklicht er  Arbeiten mit Mitteln des Dokumentarischen, der Installation und der Choreografie. Gemeinsame Experimente mit konträren Ästhetiken und Konventionen, suchen innerhalb der Arbeiten von Kollektiv ZOO den radikalen, poetischen und leisen Widerspruch, um das Verhältnis von politischen Körpern, Orten und Narrativen neu zu verhandeln.