CONSTANTIN LEONHARD


Constantin Leonhard (Schädle) geboren 1989 in Köln, absolvierte den Master Szenische Forschung  und studiert  an der Kunsthochschule für Medien Köln. Er ist als Performer und künstlerischer Assistent in der freien Szene tätig. Claudia Bosse engagierte ihn als Regieassistenten für das theatercombinat, mit dem er auf internationalen Festivals arbeitete. Eigene Formate waren unter anderem am Freien Werkstatt Theater, dem Labor am Ebertplatz, der Galerie Kopplmann, der studiobühen Köln und an diversen öffentlichen Plätzen zu sehen. Außerdem war er als Produktionsleitung für das Projekt Germany Year 2071 im Rahmen des Impulse Theater Festivals tätig. Seit 2015 ist er aktives Mitglied des Performance Labors PAErsche in Köln. 

 

Aus seiner ursprünglichen Arbeit am Theater entwickelt Constantin Leonhard Fragestellungen zum Verhältnis von Publikum, Zuschauer und Raum. Ausgelöst durch Diskurse über gesellschaftliche Hierarchien, die sich im Theater wiederspiegeln, fokussiert er Performance und Videokunst als Ausdrucksmittel. In wie weit künstlerische Praxis ein politischer Prozess ist, was sie bewirkt und wogegen sie wirkt, bewegt ihn in seinen aktuellen Arbeiten, die einen breiten Assoziationsraum öffnen sollen, um den Betrachter mit seinen eigenen Ansichten zu konfrontieren. Als Teil des Kollektiv ZOO verwirklicht er  Arbeiten mit Mitteln des Dokumentarischen, der Installation und der Choreografie. Gemeinsame Experimente mit konträren Ästhetiken und Konventionen, suchen innerhalb der Arbeiten von Kollektiv ZOO den radikalen, poetischen und leisen Widerspruch, um das Verhältnis von politischen Körpern, Orten und Narrativen neu zu verhandeln.  

Constantin Leonhard graduated with a Master of Scenic Research and is studying at the Academy of Media Arts Cologne. He works as a performer and artistic assistant in the independent scene. As an assistant director for the theatercombinat he worked at various international festivals. His own formats could be seen at the Freie Werkstatt Theater, Labor am Ebertplatz, Galery Koppelmann, studiobühen Köln and at various public places. In addition, he was production manager for the project Germany Year 2071 as part of the Impulse Theater Festival. Since 2015 he has been an active member of the performance laboratory PAErsche in Cologne. 

 

From his original work at the theatre, Constantin Leonhard develops questions on the relationship between audience, spectator and space. Triggered by discourses on social hierarchies reflected in theatre, he focuses on performance and video art as means of expression. The extent to which artistic practice is a political process, what it causes and what it counteracts moves him in his current works, which are intended to open up a broad associative space in order to confront the viewer with his own views. As part of the collective ZOO, he creates works using documentary, installation and choreography. Joint experiments with contrary aesthetics and conventions search within the works of Kollektiv ZOO for the radical, poetic and quiet contradiction to renegotiate the relationship between political bodies, places and narratives.